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(Juni/Juli 1998 - aktualisiert Juni 2005)
Anreise Die Wahl der Anreise von Hamburg zwischen Mietwagen und der Bahn viel zugunsten
der Bahn aus. Der Mietwagenpreis zum Wochenendtarif inkl. Benzin ist nur unwesentlich
höher als der Normalfahrpreis mit der Bahn. Leider gibt es in der Nähe von
Donaueschingen keine Vermietstation für die Rückgabe des Fahrzeugs. Die freundliche
Fahrkartenverkäuferin wies mich auf den Sparpreis Österreich hin - so
dass ich für Hin- und Rückfahrt nur 264,- DM zahlen musste - das ist unschlagbar!
Die Hinfahrt war dann auch entsprechend dem Preis. Die Abfahrt in Hamburg-Altona
verzögerte sich, weil die Lok kaputt ging und ausgetauscht werden
musste. Zwischen Altona und Hbf. gab es dann einen Signalausfall. Auf der Strecke nach Hannover wurde während
eines Halts die Notbremse gezogen, was in der Summe über eine Stunde Verspätung
ausmachte. Daraufhin wurde entschieden, den Zug in Karlsruhe einfach auszusetzen. Die
Verspätung wurde auf eine halbe Stunde bis Karlsruhe reduziert, aber trotzdem - alles
aussteigen! Ich hatte eine komfortable Fahrt ohne umzusteigen im modernen InterRegio mit
Fahrradabteil gebucht und musste jetzt das kaum tragbare Fahrrad (mit Gepäck für
geplante acht Tage) von einem Gleis über die Treppen zum anderen Gleis tragen. Zeit hatte
ich dazu genug - 1¾ Stunden später kam der nächste Zug, der mich dann auch wirklich
nach Donaueschingen brachte.
Donauradweg - Radwegbeschaffenheit
Landschaftlich war der erste Tag der Tour und fast der gesamte Teil in
Österreich sehr reizvoll. Leider kann man die Landschaft in Österreich nur vom stehenden
Rad genießen. Die komplette Strecke in Österreich ist in einem sehr maroden Zustand! Das
Fahren erfordert eine hohe Konzentration auf den Fahrweg. Tausende vom Baumwurzeln heben
den Asphalt und reißen ihn auf! Vier Kilometer von Grafenau bis nach Obermühl wurden
gerade erneuert und ab Schlögen ist der Donau-Radweg wegen Bauarbeiten gesperrt - ein
bescheidener Anfang. Überall in Österreich entstehen am Radweg Informationsstände - das
Geld für den Bau und die Betreibung dieser Informationen sollte lieber in die Sanierung
der Radwege gesteckt werden.
Juni 2005: Mein Bericht über die Radwegbeschaffenheit ist jetzt 7 Jahre alt. Meine Schwiegereltern, Freunde, Bekannte und Besucher dieser
Seiten, die die Tour in letzter Zeit gefahren sind, können meinen damaligen Eindruck nicht mehr bestätigen. Zwischenzeitlich hat sich da wohl einiges getan!
Herr Wieffer aus den NL informiert auf der Feedback-Seite welche Abschnitte zur Zeit noch gemieden werden
sollten.
Donauradweg - Strecke / Beschilderung
Ein großes Lob an diejenigen, die für die Streckenführung und Ausschilderung
auf dem Donauradweg verantwortlich sind. Der Kontakt mit Autos ist auf ein verträgliches Maß beschränkt. Es
wurde sehr feinfühlig zwischen sicherem Fahrweg und Umweg geplant. Die Schilder sind für
meinen Geschmack ein bisschen klein geraten - nachdem ich zweimal am ersten Tag von der
Tour abgekommen bin, habe ich ein Auge für die Schilder bekommen. Nur an drei Stellen auf
der gesamten Tour wurden die Schilder durch Vandalismus demontiert bzw. waren unlesbar.
Durch das gute Kartenmaterial, Donau-Radweg Teil 1 und 2 aus dem Esterbauer Verlag, war
dies aber kein großes Problem. Auf der österreichischen Seite ist die Beschilderung
perfekt.
Donau-Radweg Teil 1 - Von Donaueschingen nach Passau - ISB N 3-850000-25-7
Donau-Radweg Teil 2 - Von Passau nach Wien - ISB N 3-850000-24-9
Donauradweg - Unterkünfte
Die Schwaben, die Bayern, die Ober- und die Niederösterreicher, alle sind sie
sehr hilfsbereit und gastfreundlich. Im bayrischen Teil ging es soweit, das ein
Routineblick auf die Karte bei stehendem Fahrrad mehrmals ortskundige Autofahrer
veranlasste zu stoppen und ihre Hilfe anboten.
Die Preise für die Übernachtungen und das Essen sind außerhalb der größeren Städte
sehr moderat. Hoffentlich dauert es noch lange, bis man auch dort merkt, dass man auch
mehr als 10,- DM für eine Mahlzeit und das doppelte statt im Schnitt 45,- DM für eine
Übernachtung inkl. Frühstück verlangen kann und auch bekommen würde.
Es gibt hunderte von Übernachtungsmöglichkeiten auf der Strecke. Sieben davon habe ich getestet.
Gasthöfe/Pensionen
Juni 2005: Meine Schwiegereltern sind zu viert im April 2005 von Passau nach Wien geradelt. Sie berichteten, dass die
Übernachtungssuche sehr schwierig war - die meisten Radler-Pensionen werden erst zum Saisonbeginn im Mai geöffnet!
Das Wetter
Das Wetter war so, wie man es auch nicht anders für ein mitteleuropäisches
Reiseziel erwarten kann. Die Reisezeit Ende Juni bis Anfang Juli hatte alles zu bieten,
von 15° bis 25° am Tag, sonnig, Gewitter mit Radwegüberschwemmungen, Dauerregen, von
jedem etwas. Die wasserdichten Ortlieb-Taschen haben sich auf dieser Tour wieder bezahlt
gemacht.
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